MADAGASKAR

Madagaskar „der sechste Kontinent“, ist die viertgrößte Insel der Welt. Nicht nur wegen ihrer Größe wird sie so genannt – es ist ein Naturparadies mit einer ungeheuren Anzahl an meist endemischen Tier- und Pflanzenarten. Nicht nur die putzigen Lemuren sind hier beheimatet. Insgesamt sind es rund 120 Säugetierarten (davon fast 100 Lemurenarten), 260 Vogelarten, 205 Amphibienarten, 300 Frosch- und 400 Reptilienarten, 100.000 Insektenarten – davon 300 Schmetterlingsarten und über 150 Süßwasserfischarten sowie zahlreiche Meeresfische.

Auf madagassisch heisst sie „Madagasikara“ – die “Große Insel”. Sie hat viele Namen. Wegen ihrer bis zu 20 Meter dicken roten lateritischen Erdschicht trägt sie auch den Namen “Rote Insel”. Sie liegt im Indischen Ozean östlich von Afrika und südlich des Äquators. Von Afrika trennt sie der 400 km breite Kanal von Mosambik.

Auf über 5.000 Kilometern Küstenlänge, rund 580 Kilometern Breite sowie 1.600 Kilometern Länge wechselt die Landschaft zwischen dichten Regen- und Urwäldern, tropischen Stränden, Mangrovenwäldern, riesigen Baobabs, Steppen, Wüsten sowie Hochebenen und Bergregionen.

Mehr als 50 Nationalparks schützen die einmalige Fauna und Flora dieses Naturparadieses. Einige Landschaftsbereiche wie die Tsingy von Bemaraha oder die Nationalparks im Osten der Insel hat die UNESCO als Weltnaturerbe unter besonderen Schutz gestellt.

Die knapp 20 Millionen Einwohner Madagaskars setzen sich aus achtzehn ethnischen Gruppen zusammen. Malagasy ist die gemeinsame Sprache die die Menschen verbindet. Gesprochen wird in der ehemals französischen Kolonie auch französisch und teils Englisch. Die Insel bot aber nicht nur Kolonialisten Quartier. Im 17. Jahrhundert diente Madagaskar mit seinen vielen kleinen vorgelagerten Inseln auch den Piraten als Zuflucht.

Madagaskar gehört aber auch zu den ärmsten Ländern der Welt, deren Naturparadiese bedroht sind. Die Infrastruktur ist sehr schlecht. Auch ein Grund, weshalb man Massentourismus hier vergebens sucht.